"Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz." (Mt. 6,21)

Du lässt Ballast los, 

und plötzlich weitet sich dein Herz. 

Was du hinter dir lässt, 

öffnet dir den Weg zur Freiheit. 


25,1 Kilometer zwischen purer Erschöpfung und unvergleichlicher Schönheit

Heute Morgen war das Aufstehen eine echte Herausforderung. Nach den letzten Tagen fühlen sich die Waden wie aus Blei an, und jeder Muskel gibt sein Bestes zu verstehen. Doch der Caminho kennt kein Erbarmen – und belohnt uns gleichzeitig auf eine Weise, die alle Schmerzen fast vergessen lässt. 


Die Kulisse als Energiequelle 

Der Weg von Esposende nach Viana do Castelo hat es in sich, aber die Landschaft ist schlichtweg atemberaubend. Wenn der Blick über die zerklüftete Küste und das tiefe Blau des Meeres gleitet, entfaltet sich eine neue Energie. Wir wandern durch duftende Eukalyptuswälder und passieren das beschauliche São Romão de Neiva, während uns historische Pfade Schritt für Schritt dem Ziel näher bringen. Es ist dieser magische Moment, in dem die Pracht der Natur die schmerzenden Glieder einfach übertönt – besonders, wenn wir den Lima-Fluss auf der berühmten Eiffel-Brücke überqueren. Während wir Viana do Castelo erreichen, thront hoch oben auf dem Berg die Basilika Santa Luzia und weist uns wie ein majestätischer Wegweiser den Weg ins Herz der Stadt. Doch heute konzentrieren wir uns auf etwas ganz Bestimmtes: das Hotel Laranjeira. 


Die Sehnsucht nach der warmen Dusche 

Wir haben heute ein klares Mantra: Heiße Dusche! 

Es ist erstaunlich, wie sehr sich die Prioritäten während einer Wanderung verändern. Ein bisschen Luxus, ein weiches Bett und warmes Wasser sind nach über 25 Kilometern der größte Genuss, den man sich vorstellen kann. Wir sind äußerst gespannt auf unsere Unterkunft im Herzen der Stadt – ein Ort, um die Batterien für morgen wieder aufzuladen. 

Die Muskeln mögen protestieren, aber der Geist strahlt vor Stolz. Wir haben Viana erreicht! 

Bom Caminho!